Vietnamreise 2006

Thüringer Rostbratwürstchen in Vietnam

Viele Bekannte scheuen einen Besuch in Vietnam wegen des angeblich schlechten Essens. Oft werden wir gefragt: Und gab es da auch Hund?
Das Essen ist in Vietnam nach unseren Erfahrungen sehr gut. Eigentlich kann man so ziemlich alles haben, was man auch hier gewöhnt ist, mit kleineren Einschränkungen und vielleicht auch meistens mit einem leichten asiatischen Touch und zu sagenhaften Preisen, für unsere Verhältnisse. Natürlich werden für Touristen die Preise oft vervielfacht, aber sie sind trotzdem noch sehr akzeptabel.  
Die Rostbratwürstchen ( dazu gab es einen Bericht im Fernsehen) gibt es wirklich. Allerdings sind sie schon ein Stück weit weg von der echten Thüringer,- sie ähnelten eher einer gebratenen Bockwurst am Schaschlikspieß. Jedenfalls waren unserer so beschaffen. Es gibt  zig Ministände   von der Größe einer Obstkiste mitten auf den Fußwegen.  (Da müßten mal unsere Hygieneinspektoren hin-würden graue Haare bekommen).
Hund gabs auch, allerdings war es ziemlich versteckt. Mußte ich immer an meinen Elsa-Dackel denken,- war also nichts für mich . 
 Als wir in Vietnam waren, grassierte hier die Angst vor der Vogelgrippe.  Wir haben natürlich nicht die Hühnerfarm besucht. Aber wir haben uns auch mal von Ministand ein Würstchen geholt, oder irgendetwas anderes Gebratenes.

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Ladenöffnung Sonn- und Feiertags in Thüringen fast ganz untersagt.

Und wieder trifft es am Schlimmsten die kleinen Geschäfte in den Innenstädten, die Markthändler und nicht zuletzt auch die arbeitende Bevölkerung. Wenn es bisher möglich war zum Ostermarkt in kleinen Städten, wie Sondershausen, Breitenworbis usw. zum Ostermarkt, zum 1. Mai und 3. Oktober die Geschäfte zu öffnen, wurde das jetzt untersagt. Gewerkschaften und Kirche haben sich durchgesetzt und frohlocken. Wie finde ich das? Der Gewerkschafter und auch der Pfarrer bekommt sein Gehalt immer, wir müssen dafür arbeiten, Wenn uns allerdings das Arbeiten erschwert oder ganz verboten wird, wird es wohl bald ein paar Hartz4 Empfänger mehr geben.

Viele Leute machten an den Feiertagen einen Bummel durch die Geschäfte der Innenstädte und  besuchten dann die Händler an den Ständen. Es war ein Miteinander, eine gemeinsame Möglichkeit über dies und das und Gott und die Welt zu plaudern. Nun ja, die Vertreter Gottes haben uns jetzt genauso verlassen, wie diejenigen, die diesen Beschluss mit tragen.  Ich frage mich zwar, was Gott mit dem                     3. Oktober zu tun hat, aber vielleicht gibt es ja da Überstundengeld beim Predigen.

Die Innenstädte werden weiter veröden und der letzte kleine Geschenkeladen wird wohl niedergemacht werden.  Die Umsätze an solchen Tagen waren für alle ein wichtiger Faktor in der Unternehmensstrategie. Die ganze Familie konnte in entspannter und freundlicher Athmosspäre schauen , kaufen , Freunde treffen , – kurz sich unterhalten.   Die Verkäuferinnen des Geschenkeladens, denen ich ihren freien Tag durchaus gönne, werden sicher bald eine neue Stelle finden. Vielleicht im Online-Handel – da ist Tag und Nacht, sonntags und feiertags rund ums Jahr geöffnet. Und diejenigen, die die Pakete packen und die Logistik managen, die stehen ja nicht vor irgendwelchen Kunden im Augen zu Augen Gespräch.

Reiseerzählung ist online

Ich habe es endlich geschafft. Meine Reiseerzählung über Polen ist seit einigen Tage online und kann als Ebook gelesen werden.

Polen-Masuren, Hohe Tatra,Ostwall

Es war für mich mit meinen 61 Jahren nicht einfach, diesen Versuch zu starten. Trotzdem freue ich mich, dass ich mich durch den verwirrenden Dschungel von Cover erstellen bis zur mobi Datei langsam durchgekämmt habe. Ich habe auf dem Wochenmarkt ab und zu  die Gelegenheit , mit Kunden zu reden, die ebenfalls gern individuell verreisen. Vor allem bei Menschen in meiner Altersklasse ist aber doch eine gewisse Unsicherheit zu spüren, ob man dies auch alleine wagen sollte. Ich kann nur immer wieder betonen: Traut Euch. Auch wir sind die „ältere Generation“ und haben mit diesen und jenen Einschränkungen zu kämpfen. Generell habe ich festgestellt, daß  in Ländern, wie Polen, Tschechien, Ungarn usw. die Achtung vor älteren Menschen wesentlich ausgeprägter ist, als hier bei uns.

Die Reiseerzählung beinhaltet keine Tour von einer Sehenwürdigkeit zur anderen. Im Gegenteil: Mir war es bedeutend wichtiger zu beschreiben, wie wir unsere eigen Vorstellungen verwirklicht haben, was aus unserer Sicht wichtig war und wie wir „Land und  Leuten“ erlebt haben.  Hier ein Auschnitt aus dem Inhalt:

 

Unser Boot – Erste Eindrücke

Wir haben das große Glück, dass unser Winfried die Landessprache gut spricht. Man kann sich aber auch in Deutsch und Englisch verständigen. So kamen wir gegen 15.30 Uhr am Treffpunkt laut Chartervertrag an, – und mussten feststellen, es war niemand da. Das beschriebene Boot war nirgendwo zu sehen. Also blieb uns nichts weiter übrig, als wieder anzurufen. Der Bootsvermieter teilte uns einen neuen Anlegeplatz mit. Nun ja, das war wohl noch nicht mit dem Reiseanbieter koordiniert worden. Der Vermieter hätte uns in Gisycko (Lötzen) abgeholt, aber Winfried hatte auch seinen Pfadfinderstolz und so suchten wir den neuen Bootssteg selber. Nach knapp 45 Minuten war es geschafft. Wir stellten fest, dass hier ein völlig neuer Anlegeplatz für die Boote in einem abgegrenzten    kleinen Seebereich gebaut wurde. Alles war noch in der Entstehungsphase und sehr rustikal. Es blieb uns nichts anderes übrig, als den Zugang zu den Booten recht abenteuerlich vorbei an einem Bagger über das Baustellengelände »zu erobern«. Das Gelände selbst war umzäunt. So konnten wir das Auto sicher und kostenfrei (wegen der Baustelle)    innerhalb des Zaunes parken. Und dann sahen wir das Boot das erste Mal. Mir verschlug es die Sprache. Wolfgang war auch erst sprachlos und bekam dann einen Lachanfall. Die anderen 3 fanden ebenfalls keine Worte und standen staunend auf dem Steg. Das Boot war für uns Laien im ersten Augenblick einfach riesig.

Nautika Prestige - unser zu Hause für 1 Woche
Nautika Prestige – unser zu Hause für 1 Woche

 

Wir kannten aus der Beschreibung die Länge des Kahnes von 10,5 Metern. Es ist aber etwas ganz anderes, diese 10,5 Meter dann vor sich zu haben. Irgendwie hatten wir uns „unser Hausboot“ völlig    anders vorgestellt. Mit gemischten Gefühlen kletterten wir an Bord. Das war für alle (trotz der „Ersatzgelenke“) kein Problem. Auf dem relativ großen    Deck setzten wir uns erst einmal auf die Bänke und versuchten, einen Anfangseindruck zu gewinnen. Von einem Mitarbeiter des Vermieters erhielten wir eine sehr schnelle Einweisung in die Handhabung der Steuerung, die Benutzungsdetails von Herd, Heizung und Sanitärbereich. Das »kleine Schiff« hatte ein Navi, wo die wichtigsten Wasserstraßen zu finden waren und einen Fischfinder. Im Innenraum entdeckten wir 3 geräumige Schlafkabinen, die Dusche mit WC und den Hauptbereich mit einer Küchenzeile. Neben dem Gasherd gab es einen ausreichend großen Kühlschrank und Schränke mit Besteck und Geschirr.

 

Warten auf die Taubenschwänzchen

Seit vielen Jahren besuchen sie uns nun schon im Sommer.  DieTaubenschwänzchen lieben unsere Verbenen und wir pflanzen in jedem Jahr extra für unseren sommerlichen Besucher einige in die Blumentöpfe. Wir haben festgestellt, daß die einzelnen  Taubenschwänzchen verschiedene Farben lieben. Manche haben sich auf blaue Blüten spezialisiert,

Wir werden uns anstrengen, um ein neues Video von unseren Besuchern in diesem Jahr zu filmen.

Abschied

Erst heute kann ich wieder schreiben. Kurz nachdem wir unseren tollen Dackelrollator gebastelt hatten, ist unser Elschen gestorben. Sie hat gewartet, bis ich nach Hause gekommen bin und  hat sich ein letztes Mal von mir streicheln lassen. Dann ist sie in meinen Armen gestorben. Wir haben Abschied genommen von einem treuen und liebevollen Begleiter über viele Jahre.   Ihre Zuneigung und ihre Treue werden wir nicht vergessen.

Dackelrollator

Dackelrollator
Dackelrollator

Unser Elschen ist in die Jahre gekommen. Mit 14,5 Jahren ist auch ein Dackel nicht mehr beschwerdefrei. Was also tun? Natürlich soll sie weiter an unserem Leben teilnehmen. Wir haben also einen Koffertrolley umgebaut. Und siehe da, – sie sitzt stolz und mit erhobenen Kopf in dem Korb. Keine Königin könnte hoheitsvoller die anerkennenden Blicke und die zustimmenden Kommentare des Umfeldes entgegen nehmen.  Was man nicht alles für den haarigen Liebling tut.

Der Eisenschaffen

Nach der Wende setzte bei vielen Menschen hier im Osten ein wahrer Kauf- und Wegwerfrausch ein. Was wurde nicht alles im Sperrmüll entsorgt,- vom uralten Dreschflegel bis zu alten Bauernschränken, alte Bilder, Spielzeug und Bücher, und was weiß ich nicht noch alles …. Die Flohmarktschnäppchenjäger müssen sich wie im Paradies gefühlt haben.

 

Nun ja, auch ich habe  (wahrscheinlich viel zu viel) weggeworfen. Unter anderen legte ich mir ein paar neue Schaffen zu, natürlich beschichtet. Man wollte ja fettarm und gesund braten. Ein Schaffen ist hier bei uns eine Bratpfanne. Jedenfalls habe ich mich mit meinen neuen modernen beschichteten Schaffen nie so richtig anfreunden können. Und ausgetauscht habe ich sie auch einige Male, weil die Beschichtung nicht kratzfest war.

Das Gebratene aus diesen Pfannen schmeckt mir persönlich nicht so gut, wie damals als ich meinen alten Schaffen noch in Benutzung hatte. Jetzt habe ich mich entschieden, ein paar neue Schaffen müssen wieder her, aus Eisen natürlich. Einen hab ich mir schon besorgt. Er ist von der Firma Turk und ich habe damit schon ein paar Male gearbeitet. Natürlich habe ich ihn erst einmal eingebraten. Eine Kollegin schaute mich ganz ungläubig an, als ich ihr erzählte, wie  ein Schaffen eingebraten wird.  Sie glaubt es mir bestimmt bis heute nicht recht. Ganz zufrieden bin ich mit dem Teil auch nicht. Irgendwie steht er nicht plan auf dem Ceranfeld und dreht sich beim Arbeiten. Trotzdem werden Bratkartoffeln schön kross und Fleisch wunderbar angebraten.

Vielleicht bekomme ich ja zum Geburtstag einen weiteren geschenkt, der sich dann nicht dreht ….

 

Gisycko (Lötzen)

Fahrt nach Gisycko (Lötzen)
Wir bezahlten die Übernachtungen in Höhe von insgesamt ca. 70 €. Dann ging die Reise weiter nach Gisycko (Lötzen). Auch am Pfingstmontag waren die Straßen noch relativ frei, so dass wir zügig voran kamen. Unterwegs haben wir die Schnellstraße verlassen, um zu Mittag zu essen. Die kleine Gaststätte, die wir etwas abseits der Fernstraße fanden, bot ein sehr gutes Mittagessen an, zu den in Polen üblichen günstigen Preisen. Natürlich hatten wir uns mit der Ankunftszeit beim Boot verrechnet. Im Vertrag mit dem Bootsvermieter stand für solche Fälle eine Telefonnummer, die wir bei unvorhersehbaren Verzögerungen anrufen sollten. Der Anruf zu der Kontakttelefonnummer klappte hervorragend, so dass wir die Verspätung ankündigen konnten. Die Information hätte in englisch und polnisch erfolgen können. Wir haben das große Glück, dass unser Winfried gut Polnisch spricht. Mit etwas Anstrengung kann man sich sicher auch in Deutsch absprechen. So kamen wir gegen 15.30 Uhr am Treffpunkt an, – und mussten feststellen, es war niemand da. Das beschriebenes Boot war nirgendwo zu sehen. Also blieb uns nichts weiter übrig, als wieder anzurufen. Der Bootsvermieter teilte uns einen neuen Anlegeplatz mit. Er hätte uns in Gisycko (Lötzen) abgeholt, aber Winfried hatte auch seinen Pfadfinderstolz und so suchten wir den neuen Bootssteg selber. Nach knapp 45 Minuten war es geschafft. Wir stellten fest, dass hier ein völlig neuer Anlegeplatz für die Boote unseres Vermieters in einem abgegrenzten kleinen Seebereich gebaut wurde. Alles war noch in der Entstehungsphase und sehr rustikal. Das Gelände selbst war umzäunt. So konnten wir das Auto sicher sowie kostenfrei innerhalb des Zaunes parken. Und dann sahen wir das Boot das erste Mal. Mir verschlug es die Sprache. Wolfgang war auch erst sprachlos und bekam dann einen Lachanfall.Die anderen 3 fanden keine Worte und standen staunend auf dem Steg. Das Boot war für uns Laien im ersten Augenblick einfach riesig.

Nautika Prestige - unser zu Hause für 1 Woche
Nautika Prestige – unser zu Hause für 1 Woche

Wir kannten aus der Beschreibung die Länge des Kahnes von 10,5 Metern. Es ist aber etwas ganz anderes, diese 10,5 Meter dann vor sich zu haben. Irgendwie hatten wir uns „unser Hausboot“ völlig anders vorgestellt