Bügeleisen Sammler

Am Bügeln scheiden sich nicht selten die Geister. Die einen verrichten diese Arbeit gerne, den anderen ist sie ein Gräuel. Einige Bügeln sogar ihre Unterwäsche, andere wiederum sehen im Bügeln überhaupt keinen Sinn und kaufen lieber bügelfreie oder pflegeleichte Textilien. Das Bügeln ist aber eine haushaltliche Beschäftigung, die es schon recht lange gibt und darum besitzt das Bügeln Tradition und Geschichte. Dies wiederum ruft die Sammler auf den Plan, die einfach Freude darin empfinden, Bügeleisen nach bestimmten Kriterien zu finden, meist käuflich zu erwerben und ihre Sammlung an Bügeleisen damit zu erweitern, um so beispielsweise über die verschiedenen Bügeleisen die allgemeine geschichtliche Entwicklung darzustellen. Eine weitere Interpretation der Gründe zum Sammeln von Bügeleisen könnte die Rückverfolgung der technischen Entwicklung in den Haushalten sein, wobei sich das Bügeleisen als Sammelobjekt in mehrfacher Hinsicht bestens eignet. Es ist relativ klein, in großer Anzahl in verschiedenen Formen vorhanden und seine Geschichte lässt sich, zumindest ab dem Anfang der industriellen Revolution, einigermaßen leicht zurückverfolgen.

Ein bisschen Bügeleisen-Geschichte

Den Einsatz der ersten Bügeleisen wird aus dem 15. Jahrhundert überliefert, wobei dies nicht unbedingt der erste Einsatz eines Bügeleisens gewesen sein muss. Immerhin werden Textilien wie auch Hüte schon seit einem weit längeren Zeitraum gefertigt, zumindest wesentlich länger als das Metall Eisen von der Menschheit verwendet wird. Wenn davon auszugehen ist, das Eisen das erste Metall der Erdbevölkerung war, das die Anfertigung eines Bügeleisens ermöglichte, so kann die Geschichte des Bügeleisens auch schon etwa 1200 v. Chr. begonnen haben. Dafür gibt es jedoch keine überlieferungen und auch keine Artefakte aus dieser Zeitspanne. Zudem wurde schon vor dem Eisen verschiedene Steinsorten als Glättsteine oder Glättkeulen verwendet, die jedoch meist nicht erhitzt wurden und das Glätten rein durch mechanischen Druck erfolgte. Dazu bestehen tatsächlich archäologische Funde. Die ersten bekannten Bügeleisen waren im Prinzip nur Eisenplatten mit einem Griff, die im Feuer erhitzt wurden, der dabei anhaftende Ruß des Feuers war jedoch ein Problem für die frisch gereinigte Wäsche. So folgte im 17. Jahrhundert das Bügeleisen aus Messing, das mit einem Hohlkörper ausgestattet war, in den eine erhitzte Eisenplatte geschoben wurde. Im 19. Jahrhundert kamen neben dem Kasteneisen aus Messing auch Bügeleisen zur Anwendung, in deren Hohlräume glühende Kohlen gefüllt wurden. Sogar gasbetriebene Bügeleisen kamen zu diesem Zeitpunkt auf oder Bügeleisen mit Spiritusbrennern. In diesen Zeitraum fallen auch die sogenannten Bügeleisenöfen, die aber überwiegend gewerblich genutzt wurden, genauso wie die ersten Spezialbügeleisen für einzelne Textilbereiche. Das erste elektrisch betriebene Bügeleisen ist aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts bekannt, da aber zu diesem Zeitpunkt die Elektrifizierung der Haushalte noch nicht allzu weit fortgeschritten war, konnte das E-Bügeleisen seinen Siegeszug erst etwa ab der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts antreten.

Bügeleisensammler heute

Bügeleisensammler können durchaus als eine kleine, exklusive Gemeinschaft betrachtet werden, denn im Verhältnis zu anderen Sammelleidenschaften hält sich die teilnehmende Menge an Sammelwütigen bei den Bügeleisen in Grenzen. Wie beim Bügeleisen selbst besteht auch bei den Bügeleisensammlern keine Information darüber, wer und wann damit Angefangen hat. Sicherlich war und ist für den Einstieg in das Sammeln von Bügeleisen das Buch von Marianne Strobel, - Alte Bügelgeräte - erstmalig erschienen 1983, ein wichtiger Ansatzpunkt oder auch ein Besuch des Bügeleisenmuseums von Louise und Guus den Besten im Niederländischen Groningen. Sehr interessant ist gleichermaßen die Sammlung des französischen Unternehmers Achille Bayart, der zudem eine Bügeleisen-Bestimmungsbroschüre herausgibt. Diese stellt eine sehr gute Grundlage zum Sammeln der Geräte dar, zudem zeigt es auf interessante Weise, was denn alles Bügeleisen sind und es ist durchaus möglich, das bei einem Flohmarktbesuch über den Nutzen eines Gegenstandes gerätselt wurde, der sich als Bügeleisen erweist. Nicht wenige der in der Szene bekannten Sammler mit einer größeren Anzahl an Sammelstücken betreiben ihr Hobby bereits seit Jahrzehnten und können dadurch auf einen Bestand von 1000 oder mehr Bügeleisen verweisen. Das Bügeleisensammeln ist zudem eine durchaus internationale Angelegenheit, an der sich nicht nur Sammler aus ganz Europa, sondern ebenso aus übersee beteiligen.

Bekannte Bügeleisensammler

Die in Europa wohl umfangreichste Sammlung an Bügeleisen befindet sich in Rumänien und gehört dem Architekten Ion Chiresen, der für seine gut 15.000 Exemplare ein eigenes Museum in Bukarest baute.

 

In der Gemeinde Kraichtal findet sich im Schloss Gochsheim die Sammlung des Karlsruher Anwalts Heinrich Sommer, die rund 1300 Exponate umfasst.

 

Die Familie Trautmann beschäftigt sich gleichermaßen mit dem Sammeln von Bügeleisen und konnte in über 30 Jahren Sammelleidenschaft mehr als 900 Stücke zusammentragen.

 

Wer gerne das Reisen mit dem Sammeln verbinden möchte, findet in den USA eine interessante Anlaufstelle. In der Ortschaft Owatonna, Minnesota, wurde im Jahr 1984 ein Club der Bügeleisensammler gegründet, der sich von anfänglich 20 Mitgliedern auf heute über 325 Sammler aus aller Welt erweiterte. Dieser Club, der unter dem Kürzel PITCA zu finden ist, richtet von Zeit zu Zeit einen internationalen Kongress aus, an dem sich Bügeleisensammler aus aller Welt treffen. Der nächste international Congress of Iron Collectors findet vom 3. bis 6. September 2015 in Newton, New Jersey, statt.

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